DRK-Reiterstaffel freut sich über Anhänger

DRK-Kreisverband unterstützt Einsatzbereitschaft der DRK-Reiterstaffel mit Pferdeanhänger

Von links: Die Isländerstuten Gola und Hrafntinna mit den Reiterinnen Mareike Keese und Kirsten Köhler, Jennifer Eckelmann, Roger Grewe (Geschäftsführer DRK-Kreisverband Harburg-Land), Norbert Böttcher (Vorsitzender DRK-Kreisverband Harburg-Land), Carsten Arndt (Vorsitzender DRK-Ortsverein Jesteburg)

Von links: Die Isländerstuten Gola und Hrafntinna mit den Reiterinnen Kirsten Köhler und Mareike Keese, Jennifer Eckelmann, Roger Grewe (Geschäftsführer DRK-Kreisverband Harburg-Land), Norbert Böttcher (Vorsitzender DRK-Kreisverband Harburg-Land), Carsten Arndt (Vorsitzender DRK-Ortsverein Jesteburg)

„Wer gute Arbeit macht, braucht gute Ausrüstung“, sagen Norbert Böttcher, Vorsitzender des DRK-Kreisverbandes Harburg-Land, und Roger Grewe, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Harburg-Land. Die beiden gratulierten vergangene Woche der Reiterstaffel der DRK-Bereitschaft Jesteburg zu ihrem eigenen Pferdeanhänger, den der Kreisverband für sie angeschafft hat.
Mit dem Logo des Roten Kreuzes ist der weiße Anhänger weithin sichtbar und als Einsatzfahrzeug erkennbar. Derzeit sind die vier Reiterinnen mit ihren Pferden an zwei Standorten untergebracht. Nun können die vier Isländer gleichzeitig von ihren Weiden geholt, verladen und zum Einsatzort gefahren werden. Bisher standen zwei Anhänger aus privater Hand zu Verfügung, die ausgeliehen werden mussten.
Der Williams-Anhänger bietet nicht nur Platz für zwei Pferde, sondern auch für Ausrüstung Norbert Böttcher und Roger Grewe sind beide selber Reiter und haben entsprechendes Verständnis für die Bedürfnisse der Reiterstaffel. „Wir wissen auch, dass alleine die Ausstattung schon motiviert, sich in diesem wichtigen Arbeitsfeld ehrenamtlich zu betätigen“, erklären sie.

Die vier Reiterinnen und ihre Pferde stehen zur Verfügung, um im Landkreis Harburg, dem Mekka des Pferdesports, fachkompetente sanitätsdienstliche Absicherung anzubieten. Nach dem Motto „Mitten drin statt nur dabei“ sichern sie nun Reitturniere, Wanderungen, Geländeläufe, Jagden oder andere Veranstaltungen medizinisch ab, wo Fahrzeuge an ihre Grenzen stoßen.

Die beiden Initiatorinnen, Jennifer Eckelmann (27) und Anna Böttcher (30), sind nicht nur erfahrene Reiterinnen sondern arbeiten hauptberuflich als Rettungsassistentinnen für den DRK-Rettungsdienst. Sie haben ihren Beruf und zwei Hobbys miteinander verbunden: den Sport und die ehrenamtliche Arbeit für das Rote Kreuz. Auch Mareike Keese (27) und Kirsten Köhler (47) sind dabei, wenn Sanitätshelfer benötigt werden, um in unwegsamem Gelände als Ersthelfer in einem Notfall einzugreifen. Sie sind also nicht nur im Reitsport aktiv, sondern unterstützen die unterschiedlichsten Veranstaltungen im Umfeld – bis hin zum historischen Spektakel in Marmstorf im vergangenen Jahr, bei dem die Pferde sich auch von Kanonenböllern nicht einschüchtern ließen.

Die vier Isländer sind von der Rasse her schon ruhig und ausgeglichen, kinderfreundlich und geländesicher. Durch das gemeinsame Training haben sie zusätzlich gelernt, auf natürliche und unnatürliche äußere Einflüsse zu reagieren. Sie lassen sich nicht von Luftballons oder Martinshorn aus der Ruhe bringen, haben keine Angst vor Flatterbändern, Pfützen oder einer Fackel. Damit erfüllen sie alle Anforderungen der Deutschen Reiterlichen Vereinigung.
Ihr Material führen die Reiter in speziellen Satteltaschen mit, die eine komplette notfallmedizinische Ausrüstung beinhalten, auf der die Rettungsassistentinnen von Berufs wegen geschult und die anderen Helfer im Rahmen der Bereitschaft ausgebildet sind.
Damit wird genauso geübt, wie mit den Pferden, erklärt Jennifer Eckelmann. Für die Jagden und Geländeläufe brauchen die Isländer beispielsweise Ausdauer, aber auch an der Gelassenheit wird regelmäßig in Thelstorf auf dem Hof der Familie Cohrs oder in Bendestorf bei Ingrid Wasserberg gearbeitet.

Der nächste geplante Einsatzort ist das internationale Vielseitigkeitsturnier in Luhmühlen im Juni. „Wir sind hier eine Pferderegion und da ist es folgerichtig, dass das DRK eine Reiterstaffel unterhält“, erklärt Roger Grewe.
Und Carsten Arndt, Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Jesteburg, zu dem auch die Bereitschaft mit ihrer Reiterstaffel gehört, freut sich über die Unterstützung der Einsatzbereitschaft durch den DRK-Kreisverband. „Mit den verbesserten Transportmöglichkeiten, steigt auch die Chance, vermehrt an Übungen gemeinsam mit anderen DRK-Einheiten oder der Feuerwehr teilzunehmen. Und das motiviert natürlich auch die Helfer beziehungsweise Reiter“, sagt er.

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